Behandlung mit Botulinumtoxin

Durch die Behandlung mit Botulinumtoxin kann mimischen Falten äußerst wirksam begegnet werden, aber auch übermäßiges Schwitzen oder Migräne kann damit effektiv behandelt werden.

Botulinumtoxin ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß, das in hochgereinigter Form als Arzneimittel eingesetzt wird und, in die Muskelfaser injiziert, Nervenimpulse blockiert. Durch das Einspritzen von Botulinumtoxin in bestimmte Stellen des Körpers wird so vermieden, dass der Muskel angespannt werden kann. Dadurch wird das Entstehen mimischer Falten verhindert beziehungsweise deren Entstehung vorgebeugt. Jedoch kann auf Dauer der Wirksamkeit des Präparats das Runzeln der Stirn, das Heben der Augenbrauen oder Ähnliches nicht mehr möglich sein. Sensible Nervenfunktionen, wie der Tastsinn, das Wärme- und Kälteempfinden, das Vibrationsempfinden, werden davon aber nicht beeinflusst.

Botulinumtoxin wird auch zur neurologischen Behandlung von Muskelverkrampfungen, gegen Migräne, Zähneknirschen und übermäßiges Schwitzen eingesetzt.

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Botulinumtoxin-
behandlung bei mimischen Falten

Die Botulinumtoxinbehandlung wird besonders erfolgreich im Gesichtsbereich zur Vermeidung von mimischen Falten eingesetzt.

Anwendungsgebiete:

  • Zornesfalten
  • Stirnfalten
  • Lachfalten oder Krähenfüße
  • Kinnfalten
  • Hasenfalten (kleine Fältchen beim Rümpfen der Nase)
  • herabgezogene Mundwinkel
  • Mundfalten
  • Platysmastränge (senkrechte Stränge am Hals)

All diese Mimikfalten entstehen im Lauf des Lebens durch den natürlichen Gebrauch der Gesichtsmuskulatur.

Zornesfalten geben dem Gesicht einen strengen Ausdruck und werden nicht nur durch „böse Schauen“, sondern auch bei angestrengtem, konzentriertem Blick, wenn die Sonne blendet, bei Kurzsichtigkeit oder bei der Bildschirmarbeit geformt.

Zwei Muskelstränge ziehen sich zusammen, und eine, zwei oder mehrere Falten entstehen oberhalb der Nasenwurzel. Auch Stirnfalten entstehen durch die natürliche Aktivität der Muskeln, sobald man die Stirn oder Augenbrauen hochzieht. Mit fortschreitendem Alter und schwindender Elastizität zieht sich die Haut nicht mehr in die glatte Position zurück, die Falten bleiben als feine Linien bestehen und vertiefen sich mit der Zeit. Auch die Fältchen seitlich der Augen, Lachfalten oder weniger charmant auch Krähenfüße genannt, sind Teil der positiven Mimik und stören uns vor allem, wenn sie auch abseits des Lachens bestehen bleiben. Das Gleiche gilt für Hasenfalten entlang der Nase, sogenannte Bunny Lines.

Durch die gezielte, sorgsame Anwendung von Botulinumtoxin können die Entstehung und die Ausprägung dieser Falten gemildert werden, ohne die natürliche Ausstrahlung zu stören. Botulinumtoxin ist gut verträglich, es gibt selten Allergien oder Nebenwirkungen. Bei starker Ausprägung der Falten können zusätzlich Füllmaterialien wie Hyaluronsäure eingesetzt werden. Die Wirkung der Präparate tritt nach drei bis vier Tagen ein und erreicht nach zwei Wochen die maximale Wirksamkeit. In der Regel hält das Ergebnis drei bis sechs Monate lang an.

Ablauf einer Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin

Vorbereitung

Die Behandlung bedarf keiner speziellen Vorbereitung. Es ist jedoch ratsam, die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sieben Tage vor dem Termin zu vermeiden.

Vor der Behandlung wird zuerst das Gesicht gründlich gereinigt und desinfiziert, damit keine Infektionen auftreten können. Bei lokalen Entzündungen oder Hautunreinheiten, Nerven- oder Muskelerkrankungen, während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie während der Einnahme von Antibiotika sollte Botulinumtoxin nicht angewendet werden.

Behandlung von Falten bei Unterspritzung mit Botulinumtoxin

Vor der Behandlung wird die betreffende Region gründlich gereinigt, gekühlt und desinfiziert, um Infektionen zu vermeiden und Blutergüssen vorzubeugen. Die Injektion erfolgt bei kleinen Arealen ohne, bei größeren Arealen mit örtlicher Betäubung und ist damit schmerzarm bis schmerzfrei. Je nach Tiefe der Falten und Region wird das Botulinumtoxin mittels feinster Kanülen in die Haut injiziert.

Was ist zu beachten?

  • Nach der Faltenbehandlung kann die betroffene Region zu Hause gekühlt werden, um Schwellungen zu minimieren.
  • Während der ersten zwei Stunden nach der Behandlung sollten die behandelten Gesichtspartien nicht unnötig oft berührt, auf keinen Fall massiert werden. Danach ist das Auftragen von leichtem Make-up, aber auch sanftes Waschen problemlos möglich.
  • Eventuell auftretende blaue Flecken klingen nach wenigen Tagen ab.
  • Sie sollten darauf achten, am Behandlungstag keine sportlichen Aktivitäten oder Saunabesuche zu planen.
  • Wie bei jeder Injektion kann es in seltenen Fällen zu Hautreizungen, Infektionen, leichten Blutergüssen oder leichten Schwellungen kommen, die rasch wieder verschwinden.
  • Bei ungleichmäßiger Wirkung des Präparats kann es vorübergehend zu geringer asymmetrischer Muskelaktivität kommen. Dies kann durch Nachspritzen des Präparats bei einem Kontrolltermin 10 bis 14 Tage nach der Erstinjektion korrigiert werden.
  • In sehr seltenen Fällen setzt die Wirkung des Präparats nicht in der gewünschten Stärke oder gar nicht ein, dieses Risiko ist höher bei PatientInnen, die in sehr kurzen zeitlichen Abständen bereits mehrfach mit Botulinumtoxin behandelt wurden, da die Wirkung durch körpereigene Antikörper abgeschwächt werden kann.
  • Generell ist Botulinumtoxin eines der meistuntersuchten Medikamente in der Medizin. Es konnten bei der jeweils empfohlenen Dosis bis jetzt keine systemischen Schäden nachgewiesen werden.

Botulinumtoxin-
behandlung gegen Migräne

Botulinumtoxintherapien werden auch in der Rehabilitation, bei Migräne und chronischen Schmerzen angewendet, denn das natürliche Bakterieneiweiß Botulinumtoxin verhindert die Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter an der Schnittstelle von Nerv und Muskel.

Dadurch kann der Nerv das Schmerz- oder Kontraktionssignal nicht weiterleiten, was gegen Faltenbildung genauso hilft wie bei gewissen neuropathischen Schmerzen. Die Linderung tritt typischerweise auch hier nach vier bis sechs Tagen ein und hält durchschnittlich vier bis sechs Monate an. In wissenschaftlichen Studien konnte die Dosis der täglichen Schmerzmedikamente bei chronischen Kopfschmerzen deutlich reduziert werden. Migräne ist eine sehr komplexe Krankheit mit vielen verschiedenen Symptomen, Schweregraden und Ausprägungen. Wichtig ist eine gründliche, meist interdisziplinäre Abklärung.

Eine Therapie mit Botulinumtoxin kann die Anzahl und Intensität der Migräneattacken deutlich reduzieren. Nach einer genauen Erfassung der Migräneschmerzen hinsichtlich des Tageszeitenverlaufs, der Schmerzintensität und des Ursprungs der Schmerzen erfolgt die Behandlung an genau definierten Triggerpunkten an Stirn, Schläfe, Hinterkopf und Nacken.

Ablauf einer Behandlung mit Botulinumtoxin gegen Migräne

Vorbereitung

Nach Vorgesprächen und interdisziplinärer Abklärung wird der individuelle Therapieverlauf festgelegt. Bei lokalen Entzündungen oder Hautunreinheiten, Nerven- oder Muskelerkrankungen, während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie während der Einnahme von Antibiotika sollte Botulinumtoxin nicht angewendet werden. Es ist ratsam, die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sieben Tage vor dem Termin zu vermeiden.

Behandlung von Migräne mittels Botulinumtoxin

Vor der Behandlung wird die betreffende Region gründlich gereinigt, gekühlt und desinfiziert, um Infektionen zu vermeiden und Blutergüssen vorzubeugen. Die Unterspritzung erfolgt an bestimmten Triggerpunkten mit örtlicher Betäubung und ist damit schmerzarm bis schmerzfrei.

Was ist zu beachten?

  • Nach der Behandlung sollte die betroffene Region zu Hause gekühlt werden, um Schwellungen zu vermeiden.
  • Während der ersten zwei Stunden nach der Behandlung sollten die behandelten Gesichtspartien nicht unnötig oft berührt, auf keinen Fall massiert werden. Danach ist das Auftragen von leichtem Make-up, aber auch sanftes Waschen problemlos möglich.
  • Eventuell auftretende blaue Flecken klingen nach wenigen Tagen ab.- Sie sollten darauf achten, am Behandlungstag keine sportlichen Aktivitäten oder Saunabesuche zu planen.
  • Wie bei jeder Injektion kann es in seltenen Fällen zu Hautreizungen, Infektionen, leichten Blutergüssen oder leichten Schwellungen kommen, die rasch wieder verschwinden.
  • Generell ist Botulinumtoxin eines der meistuntersuchten Medikamente in der Medizin. Es konnten bei der jeweils empfohlenen Dosis bis jetzt keine systemischen Schäden nachgewiesen werden.

Botulinumtoxin-
behandlung gegen Schwitzen (Hyperhidrose-
behandlung)

Schwitzen ist eine natürliche und lebensnotwendige Reaktion des Körpers, die zur Wärmeregulation dient. Eine übermäßige Schweißproduktion ist meist durch eine Übererregbarkeit des vegetativen Nervensystems und der Schweißdrüsen bedingt.

Übermäßiges Schwitzen wird oft als sehr störend empfunden und kann eine psychische Belastung darstellen. Botulinumtoxin ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß, das in hochgereinigter Form als Arzneimittel eingesetzt wird und, in den Muskel injiziert, Nervenimpulse blockiert. Durch das Einspritzen von Botulinumtoxin in bestimmte Stellen des Körpers wird so vermieden, dass der Muskel angespannt werden kann. Durch die Behandlung der Schweißdrüsen, speziell unter den Achseln und auf den Hand- und Fußflächen, kann damit die Schweißüberproduktion eingedämmt werden.

Nach einer lokalen Betäubung wird das Mittel punktuell in die Haut injiziert und blockiert dort die Schweißdrüsensekretion. Die volle Wirkung tritt nach sieben bis zehn Tagen ein und hält individuell unterschiedlich zwischen vier und sechs Monate an.

Ablauf einer Behandlung mit Botulinumtoxin gegen Schwitzen

Vorbereitung

Bei lokalen Entzündungen, Nerven- oder Muskelerkrankungen, während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie während der Einnahme von Antibiotika sollte Botulinumtoxin nicht angewendet werden. Die Behandlung selbst bedarf keiner speziellen Vorbereitung. Es ist jedoch ratsam, die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sieben Tage vor dem Termin zu vermeiden.

Behandlung mit Botulinumtoxin gegen Schwitzen

Vor der Behandlung werden die betreffenden Körperstellen gründlich gereinigt und desinfiziert, damit keine Infektionen auftreten können. Die Injektion erfolgt nach örtlicher Betäubung und ist damit schmerzarm bis schmerzfrei.

Was ist zu beachten?

  • Nach der Behandlung sollte die betroffene Region zu Hause gekühlt werden, um Schwellungen zu vermeiden.
  • Eventuell auftretende blaue Flecken klingen nach wenigen Tagen ab.- Generell ist es nicht empfohlen, unmittelbar nach der Behandlung Sport zu treiben oder die Sauna aufzusuchen.
  • Generell ist Botulinumtoxin eines der meistuntersuchten Medikamente in der Medizin. Es konnten bei der jeweils empfohlenen Dosis bis jetzt keine systemischen Schäden nachgewiesen werden.