PRP (Vampirlifting)

Die hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren im blutplättchenreichen Plasma ermöglicht es, äußerst effektive Regenerations- und Heilungsprozesse in Gewebestrukturen auszulösen und so Falten zu reduzieren und den Hauttonus nachhaltig zu verbessern.

Die PRP-Behandlung (Platelet-Rich-Plasma-Therapie) ist eine Behandlungsmethode, die autologes (aus dem Eigenblut von PatientInnen hergestelltes) Plasma nutzt, das eine hohe Konzentration an Blutplättchen enthält. Durch diese hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren im PRP werden im Gewebe höchst effektive Regenerationsprozesse gestartet, welche die Haut von innen erneuern, Heilungsprozesse in den Gewebestrukturen auslösen und neues Kollagen für glattere und frische Haut bilden. Das führt zu einer Reduktion von Falten und Narben, verbessert den Hauttonus, die Haut wird feinporiger und nimmt an Dicke zu.

Nach dem ausführlichen Beratungsgespräch wird etwas Blut abgenommen, in einer Spezialzentrifuge geschleudert, und Plasma und Blutplättchen werden von anderen Blutkomponenten isoliert. Durch die Zentrifugation wird das Vollblut in drei Schichten getrennt: die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die Thrombozyten und die weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Die PRP-Höhe beträgt circa zehn Prozent des Blutvolumens. Das PRP wird in einer sterilen Umgebung hergestellt und sofort verwendet. Nach wenigen Minuten ist das Plasma injektionsbereit, wird auf die Haut aufgebracht und mit feinsten Nadeln nahezu schmerzfrei oberflächlich in die Haut eingebracht. Die anschließende Rötung klingt nach wenigen Stunden ab. Weil PRP die eigenen Plasma- und Stammzellen für die regenerative Therapie nutzt, können mögliche Probleme, wie Allergien oder Unverträglichkeiten, ausgeschlossen werden. Im Unterschied zu Behandlungen mit Fillern wie Hyaluronsäure wird die PRP-Behandlung zwar später sichtbar, dafür wirkt sie aber nachhaltig und arbeitet mit körpereigenen Wirkstoffen und Verjüngungsmechanismen. Die verschiedenen Methoden sind aber gut kombinierbar.

WEITERLESEN

Anwendungsbereiche für die PRP-Hauttherapie:

  • Stirnfalten
  • Zornesfalten
  • Krähenfüße um die Augen
  • Falten unter den Augen
  • Knitterfalten im Wangenbereich
  • Nasolabialfalten
  • Falten um den Mund
  • Kinnfalte
  • Hals und Dekolleté
  • Narben
  • Handverjüngung
  • Dehnungsstreifen
  • Pigmentstörungen

Weitere Vorteile der PRP-Behandlung:

  • minimale (bzw. keine) Ausfallzeiten
  • sehr wenige Kontraindikationen
  • kaum vorhandenes Risiko von Nebenwirkungen
  • keine Verwendung von Fremdstoffen
  • lang anhaltende und natürliche Ergebnisse
  • Beschleunigung und Verbesserung der natürlichen Heilungsprozesse

Während eines sorgfältigen Vorgesprächs werden die Einzelheiten der Behandlung erörtert und festgelegt. Üblicherweise sind, je nach Art der Anwendung, drei bis sechs Sitzungen im Abstand von je vier bis sechs Wochen notwendig, um lang anhaltende und effektive Ergebnisse zu erzielen. Bereits nach der ersten Behandlung sieht man optische Ergebnisse durch die Zunahme der Hautfeuchtigkeit. Der sichtbare Effekt entsteht durch die Aktivierung der Kollagen- und Elastinproduktion in der Haut nach circa zwei bis drei Wochen. Die Haut verjüngt sich während der Folgemonate auch selbstständig weiter, eine jährliche Auffrischung ist empfehlenswert.

Ablauf einer PRP-Behandlung

Vorbereitung

Für die Behandlung ist keine spezielle Vorbereitung notwendig. Die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten muss jedoch sieben Tage vor dem Termin vermieden werden.Vor der Behandlung wird zuerst der betroffene Bereich (Entnahme und Applikation) gründlich gereinigt und desinfiziert, damit keine Infektionen auftreten können.

PRP-Behandlung

Vor der Behandlung wird die betreffende Region mit einer lokal betäubenden Creme behandelt und danach mit Coolpacks gekühlt, um unschönen Blutergüssen entgegenzuwirken. Das entnommene und aufbereitete Blutplasma wird danach sofort auf die Haut aufgebracht und mithilfe feinster Nadeln nahezu schmerzfrei oberflächlich in die Haut eingebracht.

Manche Menschen wünschen eine möglichst vollständige Betäubung, andere nehmen diese kleinen Einstiche „in Kauf“ und wollen nicht betäubt werden. Je nach Tiefe der Falten und Region wird die davor besprochene Substanz in die Haut injiziert. Bei bestimmten Falten werden ideale Ergebnisse durch eine Kombination von Botulinumtoxin und Hyaluronsäure oder PDO-Fäden erreicht.

Was ist zu beachten?

  • Wie bei jeder Injektion kann es in seltenen Fällen zu Hautreizungen, Infektionen, leichten Blutergüssen oder leichten Schwellungen kommen, die rasch wieder verschwinden. Nach der Behandlung sollte die betroffene Region zu Hause gekühlt werden, um Schwellungen zu vermeiden.
  • Entstandene Rötungen klingen nach etwa 24 bis 48 Stunden ab.
  • Eventuell auftretende blaue Flecken klingen nach wenigen Tagen ab.
  • Generell ist es nicht empfohlen, unmittelbar nach der Behandlung Sport zu treiben oder die Sauna aufzusuchen.
  • Der langfristige Erfolg hängt wie bei allen weiteren Behandlungen unter anderem vom Alter der PatientInnen, von der Lebensführung, der Sonneneinstrahlung und von Faktoren wie Alkoholgenuss und Rauchen, Stress, Ernährungs- und Schlafgewohnheiten ab.